© Henkell Freixenet/Peter Krausgrill
Weltmarken

Echt Hessisch

Von prickelndem Sekt bis zu ikonischem Möbeldesign: Die Weltmarken unseres Landes laden zum sinnlichen Erleben ein

Es gibt hessische Marken, die schaffen etwas ganz Außergewöhnliches: Menschen in aller Welt haben sofort ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn ihr Name fällt. Diesen Weltmarken eilt ihr guter Ruf voraus, den sie sich mit ihren innovativen Ideen, inspirierender Schaffenskraft und bewundernswerter Ausdauer erarbeitet haben. Möchtest Du erfahren, wie diese Marken es so weit gebracht haben, was ihren Zauber ausmacht und wie es hinter den Kulissen ihrer Produktionsstätten aussieht? Gute Nachrichten: Einige dieser erfolgreichen Unternehmen „Made in Hessen“ öffnen ihre Türen und laden Dich ein, ihnen mit allen Sinnen zu begegnen.

Henkell Sekt: Das Leben feiern 

© Henkell Freixenet
Cocktail-Kurs oder Sekt-Party: Verkostungen bei Henkell Freixenet verbinden Spaß und Genuss

Unsere Reise zu den Markenlieblingen aus Hessen beginnt in Wiesbaden-Biebrich: Dort steht das bis 1909 erbaute Schloss Henkell, repräsentativer Sitz des Unternehmens und Produktionsort der Henkell Freixenet Sektkellerei. Inspiriert wurde der klassizistische Bau von den Chateaus der französischen Champagne, und tatsächlich kannst Du Dich hier ein wenig in eine andere Welt versetzt fühlen. Ganzjährig lädt das Henkell-Team zu Kellereiführungen und Verkostungen ein. Wie wäre es zum Beispiel mit der „Celebrate Life“-Tour: Die Führung macht das traditionelle Sekt-Handwerk erlebbar. Gäste erfahren, wie genau aus ausgesuchten Trauben ein prickelnder Sekt wird, wie es im imposanten Marmorsaal und im sieben Stockwerke tiefer gelegenen Weinkeller aussieht — Verkostung der feinen Tropfen inklusive. Ein Höhepunkt im Jahr ist der mittlerweile weithin bekannte Sekttag im Mai: Bei freiem Eintritt feierst Du in ungezwungener Atmosphäre die Freude am Leben — mit Livemusik, Foodtrucks, Sekttastings und Führungen durch das Schloss.

THONET: Designikonen mit Sammlerwert  

© Museum Thonet/Constantin Meyer;Köln
Thonet blickt stolz auf mehr als 200 Jahre Tradition zurück. Im Fachwerkhaus von 1898 liegt heute der Showroom

Was macht ein Möbelstück zu einem Designobjekt? Einer der wohl besten Orte, um dieser Frage auf den Grund zu gehen, liegt im nordhessischen Frankenberg: Dort hat die Firma Thonet ihren Sitz, die in den 1850er-Jahren nicht weniger als eine Revolution des Einrichtungsmarkts schaffte: Gründer Michael Thonet perfektionierte das Biegen von massivem Holz und kombinierte diese innovative Technik mit einer neuen, schlichten Ästhetik. Ergebnis war der ikonische Stuhl Nr. 214, auch als Wiener Caféhaus-Stuhl bekannt, der sich allein bis 1930 über 50 Millionen Mal verkaufte. Bis heute wird er in Frankenberg hergestellt.

© Museum Thonet/Constantin Meyer;Köln
Das Thonet Museum in Frankenberg


Zu den Verkaufsschlagern des Unternehmens zählten später auch die Stahlrohrmöbel im Bauhausstil, gestaltet von Designern wie Mies van der Rohe oder Marcel Breuer. Heute laden am Firmensitz in Frankenberg ein Showroom und ein Museum Designbegeisterte ein, das Lebenswerk von Michael Thonet und seinen Nachfolgern zu entdecken. Es eröffnen sich faszinierende Einblicke in die Entstehung der weltberühmten Designs, in die Industriegeschichte des 19. Jahrhunderts sowie den unternehmerischen Weitblick der Familie Thonet. Übrigens: Wer selbst auf der Suche nach klassisch-modernen Einrichtungsstücken ist, sollte sich einen Besuch im Werksverkauf nicht entgehen lassen: Dort bietet sich so manche Chance, Ausstellungsstücke zu reduzierten Preisen zu ergattern.

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Henkell

Moderner Genuss, große Tradition: Die Marke Henkell steht für deutsche Sektkultur und ist weltweit in mehr als 100 Ländern vertreten — eine wahre Weltmarke „Made in Hessen“. Das repräsentative Stammhaus steht in Wiesbaden.

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Thonet

Ästhetik, Funktionalität und Qualität zeichnen die Möbel von Thonet aus. Der berühmte Caféhaus-Stuhl aus Bugholz gilt als eines der gelungensten Industrieprodukte der Welt — mit ihm begann die Geschichte des modernen Möbelbaus.

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Riese & Müller

Markus Riese und Heiko Müller lernen sich während des Studiums in Darmstadt kennen. Die beiden teilen die Freude am Tüfteln und die Begeisterung für das Fahrradfahren. In der elterlichen Garage beginnen sie, eigene Modelle zu bauen. 1993 gründen sie Riese & Müller — heute ein weltweit führendes
Unternehmen für Premium-E-Bikes.

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Sinn Uhren

Sinn Uhren sind dank besonderer Fertigungsverfahren und raffinierter technischer Lösungen zum Synonym für hochwertige und unverwüstliche Armbanduhren avanciert. Das 1961 von Pilot Helmut Sinn gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Frankfurt am Main; im Sinn Atrium finden auch Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

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Leica Welt

© Ernst-Leitz-Museum/Michael Agel

Handwerkskunst trifft Tradition und höchste Qualität: Der weltbekannte Kamerahersteller Leica hat im Leitz-Park in Wetzlar einen modernen Erlebnisraum rund um die Fotografie geschaffen. Hier kannst Du einen Blick in die Manufaktur werfen, Dich selbst an der Kamera ausprobieren und in die inspirierende Markenwelt eintauchen.